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Automatische Generierung von Fertigungsmanagementsystemen

Projektkonzept AutoMES

Die industrielle Lebensmittelherstellung erfolgt in komplexen Prozessen, in denen die Transparenz aller Prozessschritte notwendig ist, um Qualität, Effizienz und Ressourcenverbrauch kontrollieren zu können. Hierfür werden „Manufacturing Execution Systeme“ (MES), Fertigungsmanagementsysteme, eingesetzt. Da diese Systeme jedoch individuell auf jede Produktionsanlage angepasst werden müssen, sind sie durch hohe Personalkosten bei der Programmierung in Anschaffung und Wartung sehr teuer. Sie werden deshalb von KMU bisher nicht bzw. nur als Insellösung eingesetzt.

Im Projekt AutoMES wird deshalb eine kostengünstigere Vorgehensweise für die Vernetzung der Lebensmittelproduktion angestrebt. Der Aufwand zur Programmierung, Inbetriebnahme und Wartung von MES-Lösungen soll deutlich reduziert werden.

 Dazu wird ein Tool (Spezifikationsgenerator) entwickelt, mit dem die Modellierung eines MES unterstützt wird. Es erlaubt dem Benutzer seine Produktion mit Hilfe von Komponenten aus einer Bibliothek abzubilden und eine generische Beschreibung seines gewünschten Systems zu erzeugen. Die Beschreibung wird in einer neuen, offenen Beschreibungssprache erfolgen, die dann zur automatisch Erzeugung des fertigen MES verwendet wird. Dies geschieht durch sogenannte Codegeneratoren.

Zur Evaluation der Projektergebnisse werden die automatisch erzeugten MES an drei Produktionsanlagen validiert. Alle Ergebnisse des Projekts sollen in Branchenstandards einfließen und können dann von IT-Anbietern für neue MES-Produkte genutzt werden. Die Kosten sollen damit um ca. 50% reduziert werden. Auf diese Weise können sehr viel mehr der ca. 5800 Lebensmittelbetriebe in Deutschland, bei einem KMU-Anteil von mehr als 90 %, ein solches System einsetzen und von einer Vernetzung ihrer Produktion profitieren.